Kostentragungspflicht des Werkstattkun-|den bei erfolgloser Reparatur:

Der Werkstattkunde ist verpflichtet, die Reparaturkosten auch dann zu zahlen, wenn bei Beauftragung die Schadensursache nicht feststeht und der Mangel nicht beseitigt worden ist.

Das Amtsgericht Hannover hat in einem Urteil vom 08.05.2008 die Klage eines Werkstattkunden abgewiesen, der die bereits gezahlten Reparaturkosten mit der Begründung zurück gefordert hat, dass die Klappergeräusche an seinem Fahrzeug, die Grund für die Beauftragung der Werkstatt waren, nicht beseitigt wurden.

Der Kläger hat vorgetragen, dass er der Beseitigung der von ihm deutlich wahrnehmbaren Klappergeräusche aus dem Motorraum in Auftrag gegeben hat. Woher die Klappergeräusche kommen, konnte der Kunde nicht feststellen. Das Gericht ist der Auffassung, dass dieser Auftrag zunächst darin besteht, die Ursache für das Klappern festzustellen, da im vorliegenden Fall unstreitig keine eindeutige Ursache gegeben war. Nach Auffassung des Gerichtes konnte erst, nachdem die Ursache der Klappergeräusche festgestellt worden war, der Versuch zur Beseitigung in Auftrag gegeben werden.

Dass die Klappergeräusche durch die von der Reparaturwerkstatt durchgeführten Arbeiten nicht beseitigt worden waren, führt nach Auffassung des angerufenen Gerichtes nicht zu einer Erstattungspflicht der bereits gezahlten Vergütung. Das Gericht stellt ausdrücklich fest, dass die Werkstatt nicht den gewünschten Erfolg, hier die Beseitigung des Klappern, sondern nur den Versuch der Beseitigung schuldet, da die Ursache der Klappergeräusche nicht eindeutig feststand und auch vom Kläger nicht benannt wurde.

Das Gericht ging davon aus, dass es sich bei dem Reparaturvertrag nicht um einen Werkvertrag handelt, bei dem ein bestimmter Erfolg geschuldet ist, sondern um einen Dienstvertrag, bei welchem die Fehlersuche im Vordergrund stand.